Präsentation und Diskussion zum Gestaltungskonzept „Öffentlicher Raum“

20170330_192358 20170330_19234420170330_182431Am 30. März 2017 fand im Jugendclub Jüterbog II die zweite Bürgerversammlung zur Sozialen Stadt statt. Etwa 30 Teilnehmer wurden hier über die aktuellen Aktivitäten im Stadtteil informiert.

Herr Hellermann und Frau Hoßbach stellten ihr Projekt „Altersgerechtes Wohnen in der Kaserne“ vor. Im Juni 2017 sollen die ersten der 60 Wohnungen im Gebäude bezogen werden. Neben Wohnungen werde weitere Angebote, auch für die Bürger des Stadtteils, geschaffen. So werden ein Frisör, eine Fußpflege und ein kleiner Kiosk in das Gebäude mit einziehen. Noch im Frühjahr soll es einen „Tag der offenen Tür“ für alle Interessierten geben.

Im Nachgang präsentierte Herr Ertl die derzeitigen Fortschritte am Bahnhofsgebäude. Im vergangen Jahr wurden verschiedene kleine Aktivitäten zum Verschönerung des Gebäudes durchgeführt: Fassade und Treppen kleinteilig hergestellt, Blumenkästen angebracht und Fenster ersetzt. Eine Machbarkeitsstudie wurde zwar nicht auf den Weg gebracht, allerdings ist bereits ein Bauantrag zur Umsetzung eines Konzeptes gestellt worden. Hierin sind viele der Bürgerwünsche wie ein kleines Café, Toiletten und ein Veranstaltungsraum aus der Umfrage im vergangenen Jahr integriert. Zur Umsetzung sind Fördergelder aus LEADER und der Sozialen Stadt beantragt. Eine ausführliche Präsentation des Konzeptes erfolgt nach der Bewilligung der Anträge.

Frau Aurin von Rehwaldt Landschaftsarchitekten, die gemeinsam mit dem Büro IVAS den Auftrag zur Erstellung eines Gestaltungskonzeptes „Öffentlicher Raum“ hat, präsentierte das Konzept ausführlich. In drei Ausbauvarianten soll der Stadtteil lebenswert, barrierefrei und sozial entwickelt werden. Hierzu wurden die Anbindung an den Bahnhof, der Ausbau eines Parkplatzes sowie die Sanierung der Straßen und Wege dargestellt. An drei Diskussionstischen konnten die Bürger ihre Fragen und Anregungen loswerden:

1. Thementisch: Straßen und Wege:

Hier wurden die verschiedenen Ausbauvarianten der Straßen, die Entwicklung der Weßlaustraße als Bindeglied zum Bahnhof und der Ausbau der Brückenstraße zur „Neuen Mitte“ diskutiert. Insgesamt wurde der Vorschlag einer „Tempo 30 – Zone“ im Stadtteil positiv aufgenommen. Es wurde angeregt, weniger Bäume aufgrund des hohen Pflegeaufwandes zu planen. Der jetzige Charme der Straßen durch Pflastersteine sollte erhalten werden. Die Verlängerung der Weßlaustraße und die Entwicklung von größeren Grundstücken zum Verkauf wurde als gute Lösung empfunden. Bei der Planung muss die Lage eines Luftschutzbunkers mit Hohlräumen in der Hanglage bedacht werden.

2. Thementisch: Bahnhofsumfeld

Diskussionspunkte waren die Lage des Parkplatzes, die barrierefreie Anbindung und die Ausgestaltung der Wege zum Bahnhof. Der derzeitig geplante Standort des Parkplatzes an den Gleisen wird als beste Lösung empfunden, da diese bereits durch Bahnangestellte genutzt wird und ein große, ungenutzte Brache ist. Alternativ wäre der Standort in der Lindenstraße 18 (leerstehende Kaufhalle) interessant. Die kurzen Wege zum Bahnhof sind bei der Planung wichtig. Hier sollte man sich an bereits entwickelten Trampelpfaden orientieren und diese ausbauen. Wichtig sind ein witterungsfester Ausbau und eine Beleuchtung der Wege, um Angsträume zu vermeiden.

3. Thementisch: Freiflächen

Zur Diskussion stand an diesem Tisch der Bedarf an Freizeitflächen wie Spielplatz, Trimm-Dich-Pfad oder Gartenflächen, aber auch die Anbindung der Fläming Skate. Angeregt wurde, dass Spiel- und Sportflächen, auch an Wochenenden, öffentlich nutzbar sein sollten. Interesse bestand an generationsübergreifenden Spielgeräten, einem Fußballfeld und klar zuordenbaren Entspannungsorten für die Jugend. Der Bedarf an kleinen, unkomplizierten Gartenflächen sei auch gegeben. Insgesamt sollte das „Robinienwäldchen“ ausgelichtet werden, um bessere Sicht zu ermöglichen und die Vitalität der Bäume geprüft werden. Gewünscht werden Bankstandorte im gesamten Quartier sowohl die Beleuchtung der Zuwegungen und des Robinienwäldchens zur Bahnhofsunterführung. Die Beleuchtung der Straßen im Kasernenareal sollte unabhängig vom Sanierungsstand der Gebäude vollständig erfolgen. Die Fläming Skate-Anbindung im Osten wird als interessante Lösung empfunden. Hier wird die Anlage eines Rastplatzes („Schuh-An/-Auszieh-Platzes“) in Hanglage empfohlen, um die Möglichkeit zur Umgehung des Steilstücks zu geben. Eine Anbindung an die Fläming Skate über die Park- oder Lindenstraße könnte nach deren Ausbau auch sinnvoll sein. Weitere Skater-Angebote (Anbindung zur Skate-Arena, Skate-Park) könnten auf der Bahnhofsseite angegliedert werden.  

Die verschiedenen Anregungen werden in der Weiterentwicklung des Konzeptes aufgenommen. Falls Sie weitere Ideen, Anregungen oder Fragen haben diskutieren Sie hier bis zum 24.4.2017 mit uns oder senden Sie uns Ihre Meinung zu.

Präsentation zum „Öffentlichen Raum“

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