Soziale Stadt Jüterbog II

Nordwestlich des Bahnhofs in unmittelbarer Nachbarschaft des ehemaligen Jüterboger Truppenübungsplatzes liegt der Stadtteil Jüterbog II. Nach Abzug der russischen Truppen im Jahr 1994 dient Jüterbog II heute vorrangig dem Wohnen. Der Stadtteil ist geprägt durch historische Bausubstanz (Denkmale), die vor allem durch roten Baustein geprägt und zum großen Teil unter Denkmalschutz gestellt ist. Viele der vorhandenen Gebäude befinden sich jedoch in ruinösem Zustand. Die öffentliche Infrastruktur wurde in den vergangenen Jahren vernachlässigt.

Seit November 2015 ist der Stadtteil Jüterbog II im Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“, welches von Bund, Land und der Gemeinde getragen wird. Ziel ist es, Jüterbog II als einen attraktiven Wohn- und Lebensort für eine vielfältige Bewohnerschaft weiter zu entwickeln und nachhaltig zu stärken. Des Weiteren soll das Zusammenleben und das Miteinander der Bewohner verschiedener Herkunft, der alteingesessenen und hinzugezogenen Bewohnerschaft sowie und von jungen und älteren Menschen gefördert und gestärkt werden. Unterschiedliche Maßnahmen zur Verbesserung des sozialen Zusammenlebens sowie der Behebung verschiedener Missstände vor Ort werden in den kommenden Jahren umgesetzt. In einem integrierten Entwicklungskonzept (mit dem Namen „Integriertes Entwicklungskonzept Jüterbog II – Soziale Stadt“) aus dem Jahr 2014 wurden die folgenden Handlungsfelder festgelegt: 

  • Erneuerung der öffentlichen Liegenschaften und des privaten Gebäudebestandes
  • Verbesserung der Freizeitinfrastruktur für alle Generationen
  • Sicherung der Grund- und Nahversorgung des Stadtteils
  • Schaffung einer nachhaltigen Mobilität und Aufwertung der verkehrlichen Infrastruktur
  • Stärkung des Nachbarschaftsgefüges
  • Schaffung von Gemeinschaftsorten
  • Unterstützung zur Qualifizierung der Bewohner